Wo befinden sich die Wurzeln der Kunstgeschichte? Wie alt sind die ersten Gemälde der Menschheit? Warum wollten die Menschen dieser Zeit überhaupt malen? Mit welchen Farben und Werkzeugen wurden diese Felsbilder gemalt und gezeichnet? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schüler und Schülerinnen der 5. Klasse letzte Woche in Kunst.

Nach einer Theoriestunde, in der allen diesen Fragen auf den Grund gegangen wurde, bekamen die Kinder am Freitag die Möglichkeit, die Herstellung von Naturfarben selbst auszuprobieren. Dazu bekamen sie die Hausaufgabe, Naturmaterialien mitzubringen, aus denen man vielleicht Farbe herstellen kann. Die Klasse brachte verschiedene Gewürze und Kräuter mit. An der Farbmischtheke in unserem Aufenthaltsraum lagen weiterhin verschiedene natürliche Pigmente, wie Ocker und Eisenoxid, Kohle, Gewürze, Tee und Kaffee bereit.

Als Bindemittel für diese Natur-Pigmente standen Eier, Mehl mit Wasser und Öl zur Verfügung.
Nach einer kurzen Einführung in die Farbtheorie konnte dann das muntere Farbexperiment losgehen.
Die Kinder waren frei bei der Wahl der Zutaten und hatten große Freude dabei, die verschiedenen Pigmente und Bindemittel zu einer Farbe zu kombinieren. Unser Aufenthaltsraum roch nicht nur wie eine Naturfarb-Küche, sondern sah auch sehr schnell danach aus.

 

Auf einer großen Packpapier-Rolle, die durch zerknittern als „Höhlenwand“ diente, durften die Kinder mit Holzstäbchen, Fingern und Händen ihre Farben ausprobieren. Die Gemeinschaftsarbeit erinnert tatsächlich sehr an die Höhlenmalerei, auch wenn sich teilweise Smileys und süße Kätzchen neben den Wisenten, Urpferden, Handabdrücken und Höhlenmenschen befinden.

Diese Stunde war für alle Kinder ein tolles Erlebnis. Sie waren alle ganzheitlich mit Kopf, Herz und Hand dabei und haben – ohne es wirklich zu merken – viel über die Höhlenmalerei und die Grundlagen des Farbenmischens gelernt.